Übersicht

Mitten in Tirol liegt der Firmensitz der österreichischen Sandoz GmbH. Hier, in der kleinen Gemeinde Kundl, erzeugte die damalige Biochemie GmbH ab 1946 dringend benötigtes Penicillin für die heimische Bevölkerung. Das Unternehmen entwickelte sich ständig weiter und wurde 1964 in die Schweizerische Novartis-Gruppe – damals noch Sandoz AG – eingegliedert. Im Jahr 2003 fasste Novartis seine Generika-Aktivitäten unter dem erneut eingeführten Namen Sandoz zusammen – die Biochemie GmbH wurde zur Sandoz GmbH.
Von Österreich in die ganze Welt
Heute entwickelt und erzeugt die österreichische Sandoz GmbH generische, patentfreie Arzneien sowie eine breite Palette pharmazeutischer und biotechnologischer Wirkstoffe. Dabei gehört das Unternehmen zu den größten Herstellern von Antibiotika. Mit den Wirkstoffen der österreichischen Sandoz können jährlich eine Milliarde Patienten gegen bakterielle Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Mittelohrentzündung oder auch Entzündungen der Rachenmandeln und der Bronchien behandelt werden. Pro Jahr verlassen ungefähr 140 Millionen Arzneimittel-Packungen das Werk Kundl, die in über hundert Ländern eingesetzt werden.
Die Leitung der Geschäftsaktivitäten von Sandoz für den österreichischen Heimmarkt befindet sich im 2. Bezirk am Areal des "Viertel Zwei" - dem neuen Stadtteil zwischen Messegelände und Krieau Wien-Liesing. Etwa 120 Mitarbeiter – davon 70 im Außendienst – werden von hier aus koordiniert.
Insgesamt beschäftigte die Sandoz GmbH 2866 Mitarbeiter zum Stichtag 31.12.2009 ; alleine in den letzten acht Jahren hat sich die Zahl der Mitarbeiter jährlich um rund 100 erhöht.
Mehr als 610 Mitarbeiter sind in Forschung und Entwicklung beschäftigt. Sie entwickeln qualitativ hochwertige Arzneimittel mit neuen, verbesserten Darreichungsformen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Entwicklung schwierig herzustellender Generika. Diese Spezialprodukte basieren auf besonderen Formulierungen wie beispielsweise Transdermalpflastern, Implantaten und Retard-Tabletten.
Kompetenzzentrum für moderne Biotechnologie
Kundl und Schaftenau, die beiden Tiroler Standorte, entwickeln und produzieren schon seit vielen Jahrzehnten biotechnologische Arzneimittel. Deshalb sind sie wichtige Kompetenzzentren innerhalb der Sandoz und Novartis Gruppe. Sie erzeugen Wirkstoffe nicht nur für den eigenen Bedarf, sondern auch für andere Pharma- und Biotech-Unternehmen.
Die jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet der Biotechnologie bildet die Grundlage für das neue Geschäftsfeld der Biosimilars.
Diese Nachfolgeprodukte für moderne Biopharmazeutika sind ein Zukunftsmarkt in der Pharmaindustrie. Und Sandoz ist hier weltweiter Pionier und Marktführer: Das menschliche Wachstumshormon Omnitrope® wurde 2006 als erstes Biosimilar überhaupt für den europäischen und US-amerikanischen Markt zugelassen. Ein Jahr später erhielt Binocrit® / Epoetin alfa Hexal®, das erste glykosilierte Biosimilar, die Vermarktungserlaubnis für die Europäische Union.
Im Februar 2009 erhielt Sandoz die Zulassung der Europäischen Kommission für sein drittes Biosimilar, Zarzio®/Filgrastim Hexal®, und ist damit das einzige Unternehmen weltweit, das eine Zulassung für drei Biosimilars besitzt.
Diese Innovationen sind nur mit modernster Technik möglich: Seit 1996 hat die Sandoz GmbH um rund 800 Millionen Euro erweitert und modernisiert, davon flossen etwa 150 Millionen in den Umweltschutz. Zusammen mit strengen Arbeitsvorschriften garantieren diese Investitionen eine Produktqualität, die von Gesundheitsbehörden in der ganzen Welt anerkannt wird.


